Betrunkene Blackberry-Manager randalierten im Flugzeug

Sie attackierten Flugbegleiter und bissen Fesseln durch, nachdem sie überwältigt wurden. Die Maschine musste auf einem Flug von Toronto nach Beijing wieder umkehren. Beide bekannten sich schuldig.

File photo of an Air Canada flight crew walking past the newly unveiled aircraft colors at the Montre
File photo of an Air Canada flight crew walking past the newly unveiled aircraft colors at the Montre
(c) REUTERS (Christinne Muschi)

Der kanadische Smartphone-Hersteller RIM kann derzeit kaum mit positiven Meldungen aufwarten. Nicht nur, dass die Verkaufszahlen der Blackberry-Geräte sinken. Jetzt muss sich das Unternehmen noch mit rüpelhaften Managern herumschlagen. Zwei Männer, die inzwischen gefeuert wurden, randalierten auf einem Flug der Air Canada von Toronto nach Beijing, wie CBC News berichtet. Sie waren so betrunken, dass sie von Passagieren und Bordpersonal gemeinsam überwältigt werden mussten. Ihre provisorischen Fesseln aus Klebeband bissen sie durch, heißt es in dem Bericht.

Flugbegleiter angegriffen

Beide (inzwischen Ex-)Manager bekannten sich vor Gericht schuldig. Sie mussten insgesamt mehr als 53.000 Euro Strafe zahlen. Der Vorfall hatte sich Ende November ereignet. Die genauen Details sind aber erst jetzt bekannt geworden. Einer der Männer hatte gedroht, Passagiere "sobald sie das Flugzeug verlassen, kalt zu machen", berichtet die Anklage. Eine Flugbegleiterin wurde attackiert, einer weiteren Schläge angedroht. RIM beteuerte, das Verhalten der Männer würde nicht mit "dem üblichen Geschäftsgebaren" des Unternehmens übereinstimmen und entließ die beiden.

Flug musste umgeleitet werden

Im Endeffekt landete das Flugzeug nicht in Beijing, sondern in Vancouver. Aufgrund des Verhaltens der beiden Rowdys war die Sicherheits nicht mehr gewährleistet. Air Canada bezifferte die Kosten der Umleitung mit umgerechnet fast 150.000 Euro. Nach der Landung wurden die beiden verhaftet.

(db)

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