UNI-MC Zukunftskonferenz: Networking für die Zukunft

Morgen entscheiden wir: Die win2 Zukunftskonferenz des Uni Management Club befand sich fest in Studentenhand.

„Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“ Unter diesem Motto stand die zweite Zukunftskonferenz win2des Uni Management Club Wien, die von 1.bis 3. Juni in Kooperation mit der „Presse“ in Eisenstadt über die Bühne ging. 130 engagierte Studierende verschiedenster Fakultäten diskutierten im historischen Ambiente des Schloss Esterhazy über die Zukunft. „Diese Probleme können nur interdisziplinär gelöst werden“, ist Doris Masal überzeugt. Die erst neunzehnjährige Politik- und Wirtschaftsstudentin organisierte die dreitägige Konferenz gemeinsam mit zwölf Kolleginnen und Kollegen. „Alles in Eigenregie und ehrenamtlich.“

Um dem im Zentrum der Zukunftskonferenz stehenden Networking-Gedanken breiten Raum zu geben, wurden die kontroversen Podiumsdiskussionen anerkannter Experten und die intensiven Workshopeinheiten mit Partnerfirmen um außergewöhnliche Programmpunkte ergänzt: Am Samstagmorgen übten sich die Studenten im Atmen und Kicken unter der Anleitung zweier Shaolin-Mönche. Am Sonntag galt es beim Morgensport mit dem Bundesheer nicht außer Atem zu kommen. Lachmuskeltraining versprach das Zukunftskabarett der „Seminarren“ und für kulinarische Genüsse sorgten eine Weindegustation und das eine oder andere „Burgenländische Schmankerl“.


Werte und Wissen

Die bewusst inhomogen gestaltete Gruppe der Referenten reichte von Wissenschaftlern über Konzernchefs bis hin zu Schauspielern. Staatsoperndirektor Ioan Holender diskutierte mit der Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb und dem geschäftsführenden Gesellschafter der Soravia Gruppe Erwin Soravia über „Werte, Wissen und Gesellschaft von morgen“.

Neun Partnerfirmen aus unterschiedlichen Branchen luden zu Arbeitsgruppen. In Teams von zehn bis fünfzehn Studenten wurden Antworten auf Fragen wie „Ist die österreichische Industrie auch künftig überlebensfähig?“, „Private Equity – Heuschrecke oder strategischer Partner?“ und „Suchmaschinen-Marketing: Modeerscheinung oder bald fixer Bestandteil jedes Marketingmixes?“ gefunden. Ihre Ideen und Lösungsansätze präsentierten die Teams zum Abschluss der Konferenz am Sonntagnachmittag.

„Bei anderen Veranstaltungen trifft man meist nur auf Leute, die ähnliche Interessen und Ziele haben wie man selbst. Das Spannende hier ist, dass man durch die verschiedenen Arbeitsgruppen und Inhalte auf ganz unterschiedliche Menschen trifft, die man sonst nie kennen lernen würde“, meint Stefan Pinggera, Student für Exportorientiertes Management an der IMC-Fachhochschule in Krems.

Kontaktdaten konnten aber nicht nur mit den Teilnehmern, sondern auch mit den Firmen ausgetauscht werden. Bianca Richter, Studentin der internationalen Betriebswirtschaft und der Publizistik in Wien: „Durch die Workshops bekommt man schon einen sehr guten Einblick in das Unternehmen und seine Arbeitsweise. Ich habe das Gefühl, meinem beruflichen Ziel ein Stück näher gekommen zu sein.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.06.2007)

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