Vielfalt enttabuisieren

Diversity. Homosexualität in der Arbeitswelt.

Staatssekretärin Silhavy möchte Vielfalt auch in Unternehmen.
Staatssekretärin Silhavy möchte Vielfalt auch in Unternehmen.
(c) Die Presse (Michaela Bruckberger)

Am 11. Oktober, dem internationalen schwul-lesbischen „Coming Out Day“, präsentierten die Vereine agpro (Austrian Gay Professionals) und Queer-Business-Women im Wiener Justizpalast die erste Informationsbroschüre zur Situation von Homosexuellen im Berufsalltag. „work:out Zur Sichtbarkeit von Schwulen und Lesben im Erwerbsleben“ richtet sich an Arbeitgeber wie Arbeitnehmer und möchte anregen, die gängige Praxis im Unternehmen zu reflektieren.

„Vielfalt soll nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in der Arbeitskultur möglich sein“, unterstreicht Heidrun Silhavy, Staatssekretärin im Bundeskanzleramt, die Relevanz von Diversity Management, der gezielten Förderung von Vielfalt in Unternehmen.


Bewusstsein erhöhen

Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, unterstützt in ihren Grußworten die Bewusstseinsarbeit und erklärt, dass die aktive Einbeziehung von homo- und transsexuellen Menschen nicht nur das Image eines Betriebes verbessere, sondern auch eine Reihe von ökonomischen Vorteilen mit sich bringe. Einer Studie der Harvard University zufolge summieren sich Diskriminierung und unterschwellige oder offene Benachteiligungen homosexueller Mitarbeiter auf einen Produktivitätsverlust von bis zu 10 Prozent.

Sandra Frauenberger, Wiener Stadträtin für Integration, Frauenfragen, Konsumentenschutz und Personal, bringt es auf den Punkt: „Das Ziel ist die tatsächliche Herstellung der Gleichstellung.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.10.2007)

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