Die EZB und ihre gewaltigen Kollateralschäden

Kolumne Das Anti-Deflationsprogramm der EZB pumpt Blasen auf, kommt aber in der Realwirtschaft nicht an. Wenn die EZB auch noch Hedgefonds mit Insider-Infos bedient, dann ist das ziemlich bedenklich.

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Über der EZB-Zentrale braut sich was zusammen: Die Anti-Deflationsmaßnahmen greifen nicht so recht. – (c) REUTERS (KAI PFAFFENBACH)

Wäre Benoît Coeuré Vorstand einer Aktiengesellschaft, hätte die illustre Runde, die sich vergangenen Montagabend im Londoner Nobelhotel Mandarin Oriental versammelt hatte, eigentlich in Handschellen aus dem Saal geführt werden müssen: Coeuré hatte in einer Rede vor handverlesenen Bankern und Hedgefonds-Managern höchst kursrelevante Informationen preisgegeben – 14 Stunden, bevor die gemeine Öffentlichkeit davon Kenntnis erlangte. Und die erlauchte Schar hatte die exklusive Insiderinformation, wie man an Währungs- und Aktienkursen unschwer ablesen konnte, blitzschnell in flotte Knete verwandelt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.05.2015)

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