Jobkrise: Leben mit der Arbeitslosigkeit

Kolumne Die Arbeitslosigkeit wird auch ab 2019 nicht sinken, und Flüchtlinge werden die Facharbeiterlücke nicht schließen. Der Arbeitsmarkt braucht jetzt nicht Illusionen, sondern Umdenken.

(c) APA/HERBERT PFARRHOFER

Die Arbeitslosenrate werde bis 2018 auf rund zehn Prozent im Jahresschnitt ansteigen und erst 2019 zu sinken beginnen, haben Wirtschaftsforscher vor ein paar Tagen prophezeit. Ersteres ist eine traurige Tatsache, Zweiteres ein frommer Wunsch, der sich nicht erfüllen wird. Dafür gibt es mehrere Gründe.
• Ein Wachstum, das stark genug ist, um den Negativtrend auf dem Arbeitsmarkt umzudrehen, wird es so bald nicht geben.
• Die beginnende vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0) wird zwar den Bedarf an Fachkräften deutlich vergrößern, gleichzeitig aber noch viel mehr Arbeitsplätze im jetzt schon sehr problematischen Bereich der niedrig Qualifizierten wegfallen lassen.
• Die entstehende Fachkräftelücke wird, wie man immer deutlicher sieht, durch die unkontrollierte Einwanderungswelle nicht so schnell zu füllen sein. Diese wird vielmehr den problematischen Arbeitsmarkt für niedrig Qualifizierte zusätzlich enorm belasten.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.10.2015)

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