Die versteckte Billionen-Staatsschuldenlast

Kolumne Selbst wenn kein einziger Cent neue Schulden mehr gemacht wird, wird die Staatsverschuldung auf fast eine Billion Euro steigen. Schuld daran sind die impliziten Staatsschulden, die in der Diskussion gern ausgeklammert werden.

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(c) AFP (Claudio Almarza)

Der Staatsdampfer steuert mit Volldampf auf einen Eisberg zu, aber die Offiziere auf der Brücke beruhigen einander: „Wegen dieses Eisbergleins werden wir doch nicht den Kurs ändern.“ Dass der größere Teil des Hindernisses unsichtbar unter Wasser liegt, weiß der Kapitän zwar. Aber: Wird schon nichts passieren . . . Das ist kurz zusammengefasst der Stand der Diskussion um die Staatsverschuldung. Wir liegen mit einer Staatsschuldenlast von rund 300 Mrd. Euro, also etwa 86 Prozent des BIPs, zwar weit über der Maastricht-Grenze für die Währungsunion, aber das tun viele andere Eurozonenmitglieder auch. Und: Eine Schuldenquote von rund 86 Prozent des BIPs gilt als noch beherrschbar. Zumal sie ja jetzt leicht zu sinken beginnt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.10.2016)

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