Bilanz

Panik ist kein besonders guter Reformratgeber

Eigentlich wäre es nicht so schwer, das Pensionssystem nachhaltig in Ordnung zu bringen. Die Sache hakt daran, dass der Staat bei sich selbst den größten Reformbedarf hätte – und Personalkosten nicht mehr verschleiern könnte.

In den bisherigen Koalitionsverhandlungen hat sie – zumindest nach außen – noch keine große Rolle gespielt. Aber sie kommt wie das Amen im Gebet: Die Forderung nach einer umfassenden Reform, die das Pensionssystem zukunftsfit macht. Immerhin hat uns das internationale Beratungsunternehmen Mercer gerade wieder bescheinigt, ein mit Blick auf 2060 im internationalen Vergleich sehr wenig nachhaltiges Pensionssystem zu haben. Was für die Staatsfinanzen nichts Gutes bedeutet. Gleichzeitig beteuert die heimische Pensionsversicherungsanstalt, dass die hiesigen Pensionen nachhaltig gesichert seien und den Staatshaushalt bis 2060 (siehe Grafik) jedenfalls nicht viel stärker belasten werden als jetzt. Was ist jetzt eigentlich Sache? Eine wichtige Frage, weil sie ja den „Schweregrad“ der Reform wesentlich bestimmt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.12.2017)

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