Mit Volldampf auf das europäische Abstellgleis

Breitspurfantasien und Kombiverkehrsnationalismus: Wie ausgerechnet das EU-Vorsitzland Österreich die gemeinsame Verkehrspolitik konterkariert.

Stillstand bei der Güterverlagerung: Das Bahnland Österreich konterkariert die EU-Verkehrspolitik.
Stillstand bei der Güterverlagerung: Das Bahnland Österreich konterkariert die EU-Verkehrspolitik.
Stillstand bei der Güterverlagerung: Das Bahnland Österreich konterkariert die EU-Verkehrspolitik. – (c) REUTERS (Michaela Rehle)

Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur war immer auch eine militärische Angelegenheit: Die deutschen Autobahnen im Dritten Reich wurden nicht gebaut, um Otto Normalnazi im Volks-Kübelwagen schneller von Wanne-Eickel nach Buxtehude zu bringen, sondern um Truppen rascher verlegen zu können. Aus demselben Grund redet das US-Militär bei den Interstate Highways entscheidend mit. Und unterschiedliche Spurweiten und Sicherungssysteme im „kriegswichtigen“ Eisenbahnwesen haben als Hintergrund nicht zuletzt auch den Wunsch, den Nachbarn (und möglichen Feind) daran zu hindern, mit Militärtransporten einfach so ins eigene Bahnnetz hineinzufahren.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.11.2018)

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