Sprengt der „Liro“ die Eurozone?

Italien könnte mit der angedrohten Einführung einer Parallelwährung eine gewaltige Banken- und Eurokrise auslösen. Oder die EU zu Maastricht-Nachsicht erpressen.

Kommt die weiche Lira jetzt durch die Hintertür zurück? Italien plant allen Ernstes eine Parallelwährung zum Euro. Sehr zum Missfallen der EU.
Kommt die weiche Lira jetzt durch die Hintertür zurück? Italien plant allen Ernstes eine Parallelwährung zum Euro. Sehr zum Missfallen der EU.
Kommt die weiche Lira jetzt durch die Hintertür zurück? Italien plant allen Ernstes eine Parallelwährung zum Euro. Sehr zum Missfallen der EU. – (c) Gamma-Rapho via Getty Images (Livio ANTICOLI)

Es war nur ein unverbindlicher Antrag unter vielen, den die italienische Abgeordnetenkammer Ende Mai angenommen hat, und es hat mehr als eine Woche gedauert, bis der Inhalt in Europa so richtig durchgedrungen ist. Dabei hat der Beschluss das Zeug, die Eurozone in die Luft zu sprengen und Europa in eine Banken- und Wirtschaftskrise zu stürzen, wie sie der Kontinent noch nicht gesehen hat: Italien überlegt ernsthaft, mit der Ausgabe von klein gestückelten, unverzinsten staatlichen Schuldscheinen – sogenannten Minibots– eine Parallelwährung zum Euro einzuführen.

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.06.2019)

Meistgekauft
    Meistgelesen