Die ÖVP-Neuwahlstrategie und ihre Tücken

In der ÖVP ist angesichts drohender Neuwahlen Generationswechsel angesagt: Nach den Landeshauptleuten ist demnächst der Bauernbund dran. Nur Wirtschaftsbund-Chef Christoph Leitl macht da nicht mit.

Christoph Leitl
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APA/HELMUT FOHRINGER

War das eine Aufregung am Donnerstag. In einer spontan einberufenen Pressekonferenz verkündete Ulrike Rabmer-Koller doch glatt ihren Rücktritt als Chefin des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger. Maximale Nervosität im ÖVP-Wirtschaftsbund war die Folge. Allerdings weniger, weil Rabmer-Koller die Reformunfähigkeit des heimischen Gesundheitswesens angeprangert hatte. Vielmehr verbreiteten sich in Windeseile allerlei Mutmaßungen: Geht sie, weil sie einem neuen Job entgegen fiebert? Will sie Präsidentin der Wirtschaftskammer werden? Tritt der jetzige, nämlich Christoph Leitl, zurück? Der gab allerdings prompt Entwarnung: Auch für ihn sei Rabmer-Kollers Rücktritt völlig überraschend gekommen. Daher habe das alles rein gar nichts mit ihm zu tun. Christoph Leitl bleibt also dabei: Er will erst Ende 2018 gehen. Obwohl das in der ÖVP angesichts bevorstehender Neuwahlen nicht alle restlos glücklich macht.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.04.2017)

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