Warum in den roten ÖBB das große Zittern ausgebrochen ist

In den ÖBB werden noch rasch Posten besetzt. Doch die neue Regierung wird sich vom Umfärben nicht abhalten lassen. Ganz oben auf der Liste: ÖBB-Präsidentin Brigitte Ederer.

Schließen
ÖBB-Aufsichtsratspräsidentin Brigitte Ederer – APA/HANS KLAUS TECHT

Es begab sich im vergangenen Juli. Da verabschiedete SPÖ-Sozialminister Alois Stöger seinen langjährigen Büroleiter: Fabian Fußeis werde, so lautete die Botschaft, „in die Privatwirtschaft“ wechseln. Was so halt nicht ganz richtig war: Ja, Fußeis hat das Ministerium verlassen. Doch nein, er ging nicht in die Privatwirtschaft, sondern in eine durch und durch staatliche Tochtergesellschaft der ebenfalls lupenrein staatlichen ÖBB. Er wurde Geschäftsführer der ÖBB-Reinigungs- und Sicherheitsfirma Mungos. Und er hat damit – so wie Stöger – einen guten Riecher bewiesen. Nämlich dafür, dass die SPÖ in Bälde im politischen Ausgedinge landen würde. Und dass sich damit das Zeitfenster, in dem sich neue Jobmöglichkeiten ergeben, schön langsam schließt. Mit der „Aktion Fußeis“ wurden also noch rasch Fakten geschafft. Was schon damals von ÖVP und FPÖ als reine Provokation erachtet wurde. Eine Provokation, die nicht die letzte sein sollte. Mit einer entsprechenden Antwort ist, so wird der „Presse“ versichert, nach der Regierungsbildung zu rechnen.

Das ist drin:

  • 5 Minuten
  • 881 Wörter
  • 1 Bild

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.11.2017)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen