Die Arbeiterkammer muss um 50 Millionen Euro zittern

Die Arbeiterkammer ist reformresistent, doch die Regierung baut vor: Wer aufgrund niedrigen Einkommens keine Steuern zahlt, soll auch von AK-Beiträgen befreit werden.

Noch-Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske
Noch-Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske
Noch-Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske – APA/GEORG HOCHMUTH

Neues Jahr, neuer Elan. Auch im ÖGB. Diese Woche trafen jedenfalls die Granden der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) zusammen, um zu sondieren. Es geht um die Nachfolge von Rudolf Kaske an der Spitze der Arbeiterkammer. Gleich vorweg: Eine Einigung gab es nicht, aber immerhin zeichnet sich ein Trend ab. Der da lautet: Bernhard Achitz, Leitender Sekretär im ÖGB, würde zwar sehr gerne Arbeiterkammer-Präsident werden, hat aber denkbar wenig Unterstützung. Auch der niederösterreichische AK-Chef Markus Wieser ist ein Kandidat. Doch die besten Chancen hat eine Frau – nämlich ÖGB-Frauenchefin Renate Anderl. Man wird sehen. Außerdem ist ja noch Zeit, Kaske geht erst Ende April. Trotzdem ist der Druck groß. Denn eines ist allen Beteiligten klar: Auf die Arbeiterkammer kommen elementar harte Zeiten zu. Das neue Jahr hat ja auch eine türkis-blaue Regierung gebracht.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.01.2018)

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