Warum die "Ethikbank" jede Menge Zores hat

Die Idee des politischen Aktivisten Christian Felber ist schon zehn Jahre alt: Eine „Bank für Gemeinwohl“, die sozial-ökologisch arbeitet. Doch die muss gerade die Erfahrung machen: Idealismus und wirtschaftliche Realität sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Attac Österreich-Gründer Christian Felber
Attac Österreich-Gründer Christian Felber
Attac Österreich-Gründer Christian Felber – Die Presse/Fabry

Wir schreiben das Jahr 2008: Die Finanzkrise hat die Welt fest im Griff. Allerorts werden „Bad Banks“ als probates Heilmittel gefordert – Abwicklungsbanken also, in die notleidende Kredite ausgelagert werden können, um Insolvenzen von Bankinstituten zu vermeiden. Da hat der Globalisierungskritiker Christian Felber, Gründungsmitglied von Attac Österreich, eine Idee: Er propagiert eine „Bank des Vertrauens“. Zwei Jahre später legt Attac Österreich ein Konzept für die „Demokratische Bank“vor. Sie sei, so steht es dort, „dem Dienst an der Gesellschaft und somit dem Gemeinwohl verpflichtet.“ Ihr gehe es um „sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung, Verteilungsgerechtigkeit, demokratische Mitbestimmung“. So weit, so schön. Doch mittlerweile schreiben wir das Jahr 2018. Und, nun ja: Die „Ethikbank“ ist am Boden der Realität angekommen. Abgesehen von Zores hat sie nicht wirklich viel zu vermelden.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.02.2018)

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