Ulli Sima ägert sich über Stillstand im Verbund

Wer kommt in die Chefetage des Verbundkonzerns? Darüber wird schon lang spekuliert. Ausgeschrieben wird aber immer noch nicht. „Das ist fahrlässig“, toben die Miteigentümer aus Wien.

Ulli Sima: "Die Schwächung des Unternehmens wird bewusst in Kauf genommen."
Ulli Sima: "Die Schwächung des Unternehmens wird bewusst in Kauf genommen."
Ulli Sima: "Die Schwächung des Unternehmens wird bewusst in Kauf genommen." – Die Presse/Fabry

Die Aufsichtsräte des Stromkonzerns Verbund erhielten diese Woche Post – und waren ziemlich verdattert. In Händen hielten sie die Tagesordnung für die Aufsichtsratssitzung am kommenden Dienstag. Und da waren zwar durchaus viele Themen angeführt, die dort behandelt werden sollen. Aber eines fehlte: nämlich die Ausschreibung für die Vorstandsposten, die im Lauf des Jahres neu besetzt werden müssen. Das ist seltsam, finden viele Aufsichtsräte. Immerhin wird seit einem Jahr darüber spekuliert, wie es im Stromkonzern personalpolitisch weitergehen wird – und das sorgt im Unternehmen für maximale Unruhe und Nervosität. Jetzt kommen noch Zwist und Hader dazu. Denn die Wiener Stadtwerke, immerhin Verbund-Großaktionär, sind empört. Stadträtin Ulli Sima, Eigentümervertreterin der Stadtwerke, formuliert das so: „Die Verzögerung der Ausschreibung ist fahrlässig. Die Schwächung des Unternehmens wird damit bewusst in Kauf genommen.“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.03.2018)

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