Die ÖBB werden von der Vergangenheit eingeholt

Vor rund elf Jahren haben die ÖBB das ungarische Unternehmen MÁV Cargo gekauft – und wurden damit ein Fall für die Justiz. Schwamm drüber, alles geklärt, Causa abgeschlossen. Doch jetzt rollen die Ungarn die Sache wieder auf.

Arnstadt 040319 Schienen Bahnschienen eines stillgelegten Gleise *** Arnstadt 040319 Rails Rai
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Über die Angelegenheit wird ein Mantel des Schweigens gebreitet. Die Wiener Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt, darf dazu aber, wie sie der „Presse“ mitteilt, nichts sagen. Dies deshalb, weil sie im Rechtshilfeweg für die Oberstaatsanwaltschaft Budapest tätig geworden ist. Die Ungarn wiederum bestätigen die Ermittlungen, sagen dazu aber sonst nichts. Die Causa, die in Wien die Geschäftszahl 4 HSt 4/19g-1 trägt, ist also offensichtlich heikel. Und pressiert. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft hat dieser Tage bereits Zeugen zur Einvernahme geladen. Für ihre Kollegen in Ungarn. Doch das Ganze könnte auch in Österreich durchaus unangenehme Folgen haben. Für die staatlichen ÖBB nämlich.

Dabei hat man in den Bundesbahnen in der Gewissheit gelebt, dass schon längst Gras über die Sache gewachsen ist. Eine höchst unangenehme Sache, wohlgemerkt. Korruptions- und Untreuevorwürfe inklusive.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.05.2019)

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