Die Mär vom russischen Goldschiff

Ein Goldschatz in den Tiefen des Meeres? Die Meldung aus Südkorea ging um die Welt. Aber das Gold hat es wohl nie gegeben. Die Sache riecht nach einem Betrug. Die Aufsicht ermittelt.

SKOREA-RUSSIA-TREASURE
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Choi Yong-seok, Chef der nun von den Behörden ins Visier genommenen Shinil-Group. – APA/AFP/JUNG YEON-JE

Es ist sehr dunkel, ganz unten, am Grund des Meeres. Da kann man sich schon einmal verschauen. Oder sich einbilden, etwas zu sehen, das es nicht gibt. Gold zum Beispiel. Viel Gold. Um die 200 Tonnen. Gegenwert: 130 Mrd. Dollar. Das sind die Daten, die vor einigen Tagen um die Welt gegangen sind. Just als der Goldpreis eine der längsten Talfahrten seit dem Ende des Bullenmarktes 2011 hinlegt, verlautbarte ein südkoreanisches Forscherteam, dass man ein russisches Kriegsschiff (die Dmitrii Donskoi) mit tonnenweise Gold gefunden hätte. Gold, das man bergen wolle. Ein großer Teil sollte an Russland gehen. Aber auch die südkoreanische Shinil Group, die das Wrack gefunden haben will, sollte profitieren. Ein Goldschatz am Grunde des Meeres. Die Medien weltweit stürzten sich auf die Geschichte. Und jetzt ist plötzlich alles anders.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.07.2018)

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