Währungen

Warum Trump zur Dollarwaffe greift

Die neuen Iran-Sanktionen untergraben die Stellung des Dollar als Leitwährung. China, Europa und Russland basteln an Alternativen. Trump weiß das – und nimmt es in Kauf.

Iranische Demonstranten verbrennen Dollarscheine. Als Weltleitwährung ist der Dollar schon länger angezählt.
Iranische Demonstranten verbrennen Dollarscheine. Als Weltleitwährung ist der Dollar schon länger angezählt.
Iranische Demonstranten verbrennen Dollarscheine. Als Weltleitwährung ist der Dollar schon länger angezählt. – (c) APA/AFP/ATTA KENARE

Es ist ein Kräftemessen auf höchster Ebene, das Donald Trump ausgelöst hat. Seine neuen Sanktionen gegen den Iran machen den Dollar wieder zur Waffe. Trump ist nicht der erste mit dieser Idee. Aber nach dem Atomdeal hielten Europa, China und Russland diese Phase für überwunden. Trumps Vorgänger, Barack Obama, und sein Außenminister, John Kerry, signalisierten damals der Welt, dass sie den Weltwährungsstatus des Dollar nicht weiter missbrauchen wollen. Auch deshalb pocht der Rest der Welt so eisern auf dieses Abkommen. Die Frage nach der Leitwährung ist nicht unbedingt ein Wettstreit. Vielmehr geht es um Stabilität und Verlässlichkeit. In der Geschichte hat der Rest der Welt immer dann am Dollar gezweifelt, wenn die USA zu weit gegangen sind. Etwa in den 1970er-Jahren, als Präsident Richard Nixon die Goldbindung auflösen ließ.

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