Lögers Mühen mit der Wiener Börse

Finanzminister Löger will den österreichischen Kapitalmarkt aufwerten und ihn für KMU öffnen. Ob seine Reform etwas bringen kann? Experten sind sich weder sicher noch einig.

(c) Marin Goleminov

Wien. Die Wiener Börse ist nicht unbedingt eine Erfolgsstory. Neue Notierungen sind selten. Daran ändert auch der Börsegang der Bawag, der größte in der Geschichte der Wiener Börse, im Jahr 2017 nichts. Deutlich mehr Unternehmen haben in letzter Zeit der Wiener Börse den Rücken zugekehrt. Alleine in den vergangenen zwei Jahren löschten 16 Unternehmen (2017 sechs und 2016 zehn Firmen) ihre Notierung.

Dem Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) ist die Misere bewusst. Er will den heimischen Kapitalmarkt mit einer im Herbst geplanten Gesetzesnovelle aufwerten. Vor wenigen Wochen gab er bekannt, dass er vor allem Klein- und Mittelbetrieben (KMU) die Möglichkeit geben will, sich am sogenannten Dritten Markt der Wiener Börse Kapital zu beschaffen. Dieses Segment ist für Kapitalmarkt-Einsteiger gedacht, weil – im Unterschied zu den geregelten Märkten – die Zugangsvoraussetzungen relativ gering sind.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.05.2018)

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