Heizkostenabrechnung: Kein gleiches Recht für alle Mieter

Wer nicht in einem Zinshaus wohnt, sondern in einer vermieteten Eigentumswohnung, kann bei der Nachforderung Heiz- und Warmwasserkosten im Nachteil sein. Das bestätigt eine OGH-Entscheidung.

Heizkosten gehen ins Geld – und sind bei zentraler Wärmeversorgung oft ein Streitthema.
Heizkosten gehen ins Geld – und sind bei zentraler Wärmeversorgung oft ein Streitthema.
Heizkosten gehen ins Geld – und sind bei zentraler Wärmeversorgung oft ein Streitthema. – (c) Marin Goleminov

Wien. Wie lang haben Wohnungsvermieter Zeit, von Mietern Kosten für Strom und Gas nachzufordern? Nur ein Jahr – oder drei Jahre? Ein Rechtsstreit darüber schaffte es bis zum Obersten Gerichtshof (OGH). Es ging um Mehrkosten über den vereinbarten Pauschalbetrag hinaus, die aufgrund des tatsächlichen Energieverbrauchs anfielen. Die Frage war, ob hier die allgemeine, dreijährige Verjährungsfrist laut ABGB zum Tragen kommt – oder aber die einjährige Frist, die im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) für Betriebskosten gilt, bzw. die ebenfalls einjährige Frist für die Nachforderung von Heiz- und Warmwasserkosten laut Heizkostenabrechnungsgesetz (HeizKG).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.01.2019)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen