Oikocredit-Chef Thos Gieskes: "Wir haben die Kontrolle verloren"

„Nicht jeder ist ein geborener Unternehmer, aber jeder hat einen Überlebensdrang“, sagt Thos Gieskes. Dafür gibt es Mikrokredite, die seine Gesellschaft Oikocredit weltweit vergibt. Zuletzt kam der Finanzierer aber selbst ins Strudeln.

Thos Gieskes
Thos Gieskes
Thos Gieskes – (c) Valerie Voithofer

Die Presse: Jüngst wurden die Großspender von Notre-Dame heftig kritisiert. Verstehen Sie die Reaktionen auf die gute Tat?

Thos Gieskes: Lustig, dass Sie das erwähnen. Viele Menschen waren betroffen, dass die Kirche einem Feuer zum Opfer fiel. Bei uns in den Niederlanden haben sie aber kritisiert, dass einige gekommen sind und so viel Geld für eine Kirche gespendet haben.

. . . und nicht für Bettler oder Klimakatastrophen. Die Kritik gab es hier auch.

Und dann haben diese wohlhabenden französischen Familien es auch sehr öffentlich gemacht, es war fast ein Wettbewerb, wer mehr für eine Kirche spendet.

Glauben Sie, es gibt die falschen Gründe, um Gutes zu tun?

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.05.2019)

Meistgekauft
    Meistgelesen