Tesla braucht eine Milliarde für die "Model 3"-Produktion

Der Elektroautobauer Tesla will sich auf dem Weg zu einer Massenfertigung seiner neuen Model-3-Reihe mit einer milliardenschweren Kapitalspritze stärken.

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AFP (ROBYN BECK)

Der Elektroauto- und Ökostromkonzern Tesla braucht für seine ambitionierten Expansionspläne und den Vorstoß in den Massenmarkt frisches Geld. Das Unternehmen des schillernden Tech-Unternehmers Elon Musk will mit der Ausgabe neuer Aktien und Anleihen über eine Milliarde Dollar (940.645,28 Euro) bei Investoren einsammeln.

Wie Tesla am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte, sollen die Mittel vor allem zur Stärkung der Bilanz und somit zur Minimierung von Risiken beim Anlauf der Produktion des ersten Mittelklasse-Elektrowagens "Model 3" genutzt werden.

Der Wagen, mit dem das bislang auf Kunden mit dickem Geldbeutel ausgerichtete Unternehmen den Massenmarkt erobern will, soll ab September in die Serienfertigung gehen. 250 Millionen Dollar will Tesla durch neues Aktienkapital erlösen, weitere 750 Millionen sollen Wandelanleihen in die Kasse spülen. Beide Emissionen haben eine Option zur 15-prozentigen Aufstockung, so dass insgesamt 1,15 Milliarden Dollar (1,07 Milliarde Euro) eingenommen werden könnten. Tesla-Chef Musk will selbst für 25 Millionen Dollar Aktien kaufen.

Tesla ist an der Börse 41,3 Milliarden Dollar wert. Die Aktie kostete am Mittwoch 255,73 Dollar. Das Unternehmen hat bisher nur Verluste geschrieben. Das Model 3 spielt eine zentrale Rolle bei Musks Plänen für den Einstieg in die Massenfertigung. Musk strebt an, im kommenden Jahr insgesamt 500.000 Fahrzeuge herzustellen. Von den Fahrzeugen der bisherigen Reihen Model S und Model X will Tesla in der ersten Jahreshälfte 2017 zwischen 47.000 und 50.000 Stück ausliefern. Im vergangenen Jahr fertigte das Unternehmen knapp 84.000 Fahrzeuge.

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(APA/Reuters/dpa)

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