Europas Top-Firmen wachsen stärker als US-Konkurrenz

Die 300 größten US-Konzerne liegen bei Umsatz und Gewinn deutlich vor der EU-Konkurrenz. Unter den Top 300 in Europa befinden sich laut einr Studie auch drei österreichische Konzerne.

Die Voestalpine gehört zu den 300 größten Konzernen in Europa
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Die Voestalpine gehört zu den 300 größten Konzernen in Europa
Die Voestalpine gehört zu den 300 größten Konzernen in Europa – APA/HANS KLAUS TECHT

Die Umsätze und Gewinne europäischer Top-Konzerne stiegen im ersten Halbjahr schneller als jene der Konkurrenz in den USA, so eine Analyse des EY Wirtschaftsprüfungsunternehmens. Trotzdem stehen die US-Konzerne in Sachen Umsatz weiter mit großem Vorsprung an der Spitze. Unter den 300 größten Unternehmen Europas finden sich auch drei österreichische.

Während der kumulierte Umsatz der 300 größten europäischen Unternehmen um 11,2 Prozent auf 3,39 Billionen Euro zulegte, stieg jener der US-Firmen auf 4,46 Billionen Euro (4,8 Billionen US Dollar). Auf europäischer Ebene geben vor allem deutsche Konzerne den Ton an. 47 der 300 im Ranking vertretenen Unternehmen kamen aus Deutschland. Sie erwirtschafteten zusammen einen Umsatz von 810 Milliarden Euro, den höchsten in Europa. Mit Abstand folgen französische und britische Konzerne. Auch drei österreichische Konzerne befinden sich im Ranking: OMV auf Platz 86 der umsatzstärksten europäischen Konzerne, voestalpine auf Platz 166 und Andritz auf Platz 264.

Der große Vorsprung der USA habe vor allem viel mit dem Branchenmix zu tun, so die Analyse. Während ein Großteil der umsatzstärksten Unternehmen in Europa aus der Automobilbranche und dem Energie- und Rohstoffsektor stammen, sind US-Konzerne deutlich stärker auf Technologie und Dienstleistungen ausgerichtet.

Wie beim Umsatz stehen die US-Firmen auch beim Gewinn deutlich vor ihren europäischen Konkurrenten, auch wenn das Gewinnwachstum europäischer Top-Unternehmen mit 33 Prozent dreimal schneller als jenes der US-Konkurrenz war. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigerten die 300 Europäer ihr operatives Ergebnis (EBIT) von 256 Milliarden Euro auf 340 Milliarden Euro, die 300 besten der USA verbesserten ihr Ergebnis lediglich um 10 Prozent, aber damit von 518 Milliarden US-Dollar auf 571 Milliarden US-Dollar (527 Milliarden Euro). Damit bleibt der Vorsprung der USA weiterhin gewaltig. Allein Apple verdiente umgerechnet rund 34,5 Milliarden Euro (37,5 Milliarden Dollar) und damit mehr als die vier europäischen Top-Verdiener zusammen. Europas Top-Verdiener VW wäre mit seinen 8,9 Milliarden Euro Gewinn in den USA nur Nummer neun.

(APA)

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