GM schließt Werk in Südkorea und plant weitere Schritte

20 Prozent Auslastung für eine Autofabrik - das will sich General Motors nicht mehr länger leisten.

Der US-Autohersteller General Motors (GM) schließt wegen ungenügender Auslastung im Frühjahr eines seiner vier Werke in Südkorea. Die Kapazität der Anlage in Gunsan sei in den vergangenen drei Jahren bei lediglich etwa 20 Prozent gelegen, teilte das US-Unternehmen am Dienstag mit. Die Kosten für die Schließung bezifferte GM auf 850 Millionen Dollar (693  Millionen Euro).

GM Korea kündigte an, dass das Werk im Mai 2018 dicht gemacht werde. In dem etwa 200 Kilometer südwestlich von Seoul gelegenen Werk arbeiten etwa 2.000 Menschen. Insgesamt beschäftigt GM in Südkorea 16.000 Menschen.

Der Präsident und CEO von GM Korea, Kaher Kazem, bezeichnete die Schließung als "nötigen, doch schwierigen ersten Schritt der Bemühungen, unsere Aktivitäten in Südkorea zu restrukturieren". Die betroffenen Beschäftigen würden unterstützt. Der Präsident von GM International, Barry Engle, kündigte für Ende Februar Entscheidungen für nächste Schritte an.

GM Korea verkaufte eigenen Angaben zufolge im vergangenen Jahr mehr als 132.000 Autos in Südkorea, etwa 392.000 Autos wurden exportiert. Der Absatz ging im Jahresvergleich um zwölf Prozent zurück.

(APA/dpa)

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