Talanx will Preise für Industrie-Feuerversicherung erhöhen

Der Versicherungskonzern Talanx will die Preise für die Feuerversicherung von Industrieanlagen um bis zu 15 Prozent erhöhen.

Das Jahr 2017 sei wegen zahlreicher Naturkatastrophen ein schwieriges Jahr gewesen, sagte der stellvertretende Vorstandschef Christian Hinsch am Mittwochabend in Hannover. Hinsch verantwortet bei Talanx, zu dem auch der Rückversicherer Hannover Rück gehört, unter anderem das Geschäft mit der Industrieversicherung.

Die Sparte Feuerversicherung von Industrieanlagen - traditionell die Domäne von Talanx - müsse profitabler werden, sagte der Manager. Deshalb werde man mit den Kunden - die Palette reicht von Betreibern großer Industrieanlagen bis hin zu Geflügelhöfen - über eine Anpassung der Prämien sprechen. Die Preiserhöhung müsse "nicht in einem Rutsch" erfolgen. Sollten Kunden zur Konkurrenz gehen, werde man dies in einem gewissen Umfang hinnehmen müssen. "Das kann passieren."

2017 haben zahlreiche Naturkatastrophen die Versicherer weltweit belastet. Unter anderem reihten sich im Herbst gleich drei Hurrikans innerhalb weniger Tage aneinander und sorgten in der Karibik und im Südosten der USA für Verwüstungen. Dabei führte beispielsweise ein Großfeuer in der besonders stark betroffenen Großstadt Houston bei Talanx zu einer hohen Belastung.

Talanx schaffte im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von 670 (2016: 907) Millionen Euro, 20 Millionen mehr als zuletzt erwartet. Dabei sprengten die Großschäden - vor allem wegen der Wirbelstürme - mit 1,6 (0,9) Milliarden Euro das Budget deutlich. Im neuen Jahr soll das Ergebnis auf 850 Millionen Euro steigen, wie Talanx bekräftigte.

(Reuters)

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