Russischer Staat gibt Mehrheit an Kalaschnikow ab

Russland verkaufte Anteile an den Unternehmenschef Alexej Kriworutschko und hält nur noch 25 Prozent plus eine Aktie am Waffenhersteller.

Michail Kalaschnikow
Michail Kalaschnikow
Statue von Michail Kalaschnikow in Moskau – (c) imago/ITAR-TASS

Der russische Staat hat keine Mehrheit mehr am Waffenhersteller Kalaschnikow. Der Anteil sank von 51 Prozent auf 25 Prozent plus eine Aktie, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Anteilsscheine kaufte demnach Unternehmenschef Alexej Kriworutschko, der auch schon vorher an Kalaschnikow beteiligt war. Wie hoch sein Anteil nun insgesamt ist, wurde nicht mitgeteilt. Kriworutschko erwarb den knapp 26-Prozent-Anteil für 1,5 Milliarden Rubel (21 Millionen Euro), wie Kalaschnikow mitteilte. Das Unternehmen ist damit doppelt so viel wert wie 2014, als Kalaschnikow erstmals private Investoren zur Hilfe rief, um die Produktion zu modernisieren. Bis dahin war es im Besitz des staatlichen russischen Mischkonzerns Rostec.

Kalaschnikow, bekannt als Hersteller des Sturmgewehrs AK-47, durchläuft seit 2013 einen tief greifenden Umbau. Unter anderem versucht sich das Unternehmen mit dem Angebot zusätzlicher Waffenmodelle breiter aufzustellen. Außerdem stellt Kalaschnikow inzwischen auch Kleidung und Messer her und betreibt Souvenirläden. Trotz der von den USA verhängten Sanktionen wegen der Ukraine-Krise setzt das Unternehmen auf Wachstum durch Export.

(APA/AFP)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Russischer Staat gibt Mehrheit an Kalaschnikow ab

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.