Image der Arbeitgeber in Westösterreich besser als in Wien

Das West-Ost-Gefälle bei der Attraktivität der Firmen könnte auch mit der Verteilung von Konzernen und KMU im Bundesgebiet zu tun haben, meint die Jobbörse Stepstone.

Abstraktes Foto von Pendlern die einen Gang entlang gehen *** Abstract photo of commuters walking
Abstraktes Foto von Pendlern die einen Gang entlang gehen *** Abstract photo of commuters walking
Mitarbeiter schätzen die zusätzlichen Zuckerl bei Unternehmen. – (c) imago/Photocase (rclassen / Photocase)

Geht es um die Attraktivität von Arbeitgebern, schneiden Firmen im Westen Österreichs einer Umfrage zufolge deutlich besser ab als jene in Wien. In Tirol und Vorarlberg geben über 35 Prozent der Befragten an, in einem attraktivem Betrieb zu arbeiten. "Am schlechtesten schneiden die Firmen in Wien ab: Hier glaubt nur gut ein Viertel, bei einem attraktiven Arbeitgeber tätig zu sein", geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie im Auftrag der Online-Jobbörse Stepstone hervor.

Dieses West-Ost-Gefälle könnte auf die regionalen Arbeitgeberstrukturen zurückzuführen sein: "Während in Wien größere Konzerne und Großunternehmen tätig sind, arbeiten Arbeitnehmer in den Bundesländern vorwiegend in Klein- und Mittelunternehmen", heißt es von Stepstone zur APA. Diese würden zum einen mit familiärer Arbeitsatmosphäre punkten. "Zum zweiten leiden Klein- und Mittelbetriebe weniger unter Mitarbeiterschwund und hoher Fluktuation, wie man sie in Ballungsgebieten und großen Unternehmen häufig findet." Für mehr als 90 Prozent der Befragten ist ein sicherer Arbeitsplatz das wichtigste Kriterium für die Attraktivität eines Arbeitgebers, so die Umfrage.

Beim Arbeitgeberimage gebe es generell aber noch deutlich Luft nach oben. Firmen, die an ihrer Beliebtheit schrauben, könnten von höherer Mitarbeitermotivation und Produktivität profitieren, heißt es von Stepstone. Zudem würden die Mitarbeiter länger im Unternehmen bleiben. Um Personal an der Stange zu halten und neue Arbeitskräfte anzulocken, sollten die Firmen laut der Studie auf flexible Arbeitszeiten achten - vor allem für Frauen sei das Thema wichtig. Rund die Hälfte von ihnen lege auch großen Wert auf Zuckerl wie vergünstigte Mittagessen, Beiträge zur Jahreskarte oder einen Firmenlaptop. Bei den Männern sind es nur knapp 40 Prozent.

Aber auch das Menschliche muss passen. "Wer sich in seinem Unternehmen wohl und gut aufgehoben fühlt, bleibt erfahrungsgemäß länger an Bord und wirkt auch nach außen hin positiv auf Kandidaten und Bewerber, die sich stark an authentischen Erfahrungsberichten aktueller oder ehemaliger Mitarbeiter orientieren", so Rudi Bauer, Geschäftsführer von Stepstone Österreich.

Studie

Für die Studie wurden gemeinsam mit der Marktforschungsagentur MindTake Research über 1.000 Angestellte und Arbeitssuchende zwischen 19 und 55 Jahren zu den Themen Arbeitgeberimage, Bewerbungsprozesse und Arbeitgeberattraktivität befragt.

 

(APA)

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