Verbund will sich bei neuen Vorstandsposten noch nicht festlegen

Die Verträge aller vier Verbund-Vorstände laufen heuer aus. Ende April soll es eine so genannte offene Ausschreibung geben.

Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber
Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber
Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber – REUTERS

Im Stromkonzern Verbund wird seit gut einem Jahr über die künftige Zusammensetzung des Vorstandes spekuliert - doch mit einer Ausschreibung wird immer noch zugewartet. Allerdings nicht mehr lange: Ende April soll die Ausschreibung in die Wege geleitet werden. Das ist das Ergebnis der Aufsichtsratssitzung am gestrigen Dienstag.

Am 23. April findet sie Verbund-Hauptversammlung statt. Im Anschluss daran wird der Aufsichtsrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommen. Und dort sollen Nägel mit Köpfen gemacht - sprich: die Ausschreibung beschlossen werden.

Allerdings: Ganz so sicher über die künftige Vorgangsweise scheint man sich immer noch nicht zu sein. Wie mehrere Mitglieder des Aufsichtsrats der "Presse" berichten, wird es Ende April eine so genannte offene Ausschreibung geben. Heißt: Es wird zu höchst vagen Angaben kommen. In der Ausschreibung wird es zu keiner Festlegung kommen, wieviele Vorstandsposten zur Disposition stehen. Auch die Dauer der zu vergebenden Verträge wird mit "zwei bis fünf Jahre" angegeben werden.

Halbierung des Vorstands?

Der Hintergrund: Die Verträge aller vier Vorstände - CEO Wolfgang Anzengruber, CFO Peter Kollmann sowie Hannes Sereinig und Günther Rabensteiner - laufen Ende 2018 aus. Im vergangenen Jahr hatte der für den Verbund zuständige ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner die Parole ausgegeben, den Vorstand von vier auf zwei Personen zu halbieren.

Ob das nun passieren wird, ist offenbar noch nicht geklärt. Daher will man sich im Zuge der Ausschreibung noch alle Möglichkeiten offenlassen. Vermutlich, weil die politischen Verhandlungen über die Postenvergabe im teilstaatlichen Konzern noch nicht abgeschlossen sind.

Dass Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber bleibt, gilt mittlerweile als wahrscheinlich. Er wird heuer 62 Jahre alt - er wird also nicht mehr mit einem Fünfjahres-Vertrag rechnen dürfen. Womit die vagen Angaben zur Vertragsdauer in der geplanten Ausschreibung erklärt wären.

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