Alstom punktet vor Siemens-Fusion mit Gewinnanstieg

Der französische Technologiekonzern Alstom hat im Vorjahr 514 Millionen Euro verdient.

Der französische Technologiekonzern Alstom hat vor dem Zusammenschluss mit der Zugsparte von Siemens den Gewinn deutlich ausgebaut. Im vergangenen Geschäftsjahr 2017/18 legte das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) um 22 Prozent auf 514 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz kletterte um neun Prozent auf 7,95 Milliarden Euro. Alstom-Anleger sollen eine Dividende von 35 Cent je Aktie erhalten, 40 Prozent mehr als im Vorjahr. An der Börse kam das gut an: Die Aktien von Alstom stiegen um gut sechs Prozent auf ein Sieben-Jahres-Hoch von 41,14 Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Alstom mit einem Umsatz von rund acht Milliarden Euro, die operative Umsatzrendite soll auf sieben Prozent zulegen. 2017/18 hatte sie sich auf 6,5 von 5,8 Prozent vor Jahresfrist erhöht. Alstom sei nun in einer "hervorragenden Position", um seine Kräfte mit der Zugsparte von Siemens zu bündeln, urteilte Vorstandschef Henri Poupart-Lafarge. Mit der Fusion wollen Siemens und Alstom dem chinesischen Branchenriesen CRRC Paroli bieten.

In den Verwaltungsrat des künftigen Zug-Konzerns soll der ehemalige Wirtschafts- und Außenminister Sigmar Gabriel einziehen. Siemens nominierte den früheren SPD-Vorsitzenden als eines von elf Mitgliedern des Gremiums, das den fusionierten Hersteller der Schnellzüge ICE und TGV überwachen soll. Die Kartellwächter müssen dem Zusammenschluss aber noch zustimmen. Der Abschluss der Transaktion ist bis Ende des Jahres geplant.

(Reuters)

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