Zwei Hörgerätehersteller fusionieren zur weltweiten Nummer 3

Die Ex-Siemens-Hörgerätesparte fusioniert mit einem dänischem Konkurrenten. Das neue Unternehmen wird mit sieben Milliarden Euro bewertet.

Der schwedische Finanzinvestor EQT fusioniert den Hörgerätehersteller Sivantos mit dem dänischen Wettbewerber Widex. Durch den Zusammenschluss der ehemaligen Siemens-Sparte Sivantos und dem Familienunternehmen Widex entstehe ein Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro, teilten die beiden Firmen am Mittwoch mit. Inklusive Schulden von drei Milliarden Euro wird das fusionierte Unternehmen mit sieben Milliarden Euro bewertet. Es ist nach der Schweizer Sonova und der dänischen William Demant der drittgrößte Hörgerätehersteller der Welt.

EQT hatte die Siemens-Hörgerätesparte vor drei Jahren für mehr als zwei Milliarden Euro übernommen. Mit der Fusion wird ein möglicher Börsengang von Sivantos erst einmal auf die lange Bank geschoben. Die zum Umfeld der schwedischen Industriellenfamilie Wallenberg gehörende Beteiligungsfirma hält nach dem Zusammenschluss etwas mehr als die Hälfte der Anteile an der fusionierten Firma, wie eine mit der Transaktion vertraute Person sagte. Die Familien Tøpholm und Westermann, Gründer und Eigentümer von Widex, bleiben an der Firma beteiligt.

(Reuters)

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