Früherer Air-Berlin-Investor Etihad schreibt erneut Milliardenverlust

Der Staatskonzern Etihad aus Abu Dhabi leidet unter seiner kostspieligen Expansion.

Der frühere Air-Berlin-Großaktionär Etihad Airways kämpft weiter mit Milliardenverlusten. Für das vergangene Jahr wies die arabische Fluggesellschaft am Donnerstag einen Fehlbetrag von 1,52 Milliarden Dollar aus. Der Umsatz stieg knapp zwei Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar, die Passagierzahl stagnierte bei 18,6 Millionen. Das Management führte die roten Zahlen auf gestiegene Treibstoffpreise, die Kosten der laufenden Umstrukturierung sowie Geschäftsausfälle durch den Zusammenbruch von Air Berlin und Probleme bei der Beteiligung Alitalia zurück.

Der Staatskonzern aus Abu Dhabi leidet unter seiner kostspieligen Expansion. Er kaufte über Jahre für Milliarden Anteile an Fluggesellschaften im Ausland, ohne dass sich die Investitionen auszahlten. Bei Air Berlin war Etihad einst mit 29 Prozent größter Aktionär. Im vergangenen Jahr drehte der Hauptaktionär dem deutschen Unternehmen den Geldhahn ab, woraufhin dieses im August 2017 Insolvenz anmeldete. Bereits im Frühjahr zuvor war Alitalia in die Insolvenz gegangen.

2016 rutschte Etihad mit einem Minus von fast zwei Milliarden Dollar tief in die roten Zahlen und schrieb den ersten Verlust seit 2010. Die Fluggesellschaft leitete einen grundlegenden Strategiewandel ein. Sie wechselte die Konzernspritze aus, gab unprofitable Strecken auf und zog Flugzeuge aus dem Verkehr.

(Reuters)

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