Das Möbelhaus: Eine Bastion des stationären Handels

XXX Lutz, Kika/Leiner und Ikea dominieren den Markt. Der Online-Anteil ist mit weniger als zehn Prozent noch eher gering.

Möbel kaufen die Österreicher lieber im stationären Handel als online.
Möbel kaufen die Österreicher lieber im stationären Handel als online.
Möbel kaufen die Österreicher lieber im stationären Handel als online. – (c) Clemens Fabry

Wien. Elektronik, Bücher, Kleidung: Viele Produkte werden von den Österreichern bereits seit Jahren im Internet bestellt. Aber bei Lampen, Sesseln und Tischen ist die Sache noch anders. Möbel wollen die Menschen zwischen Eisenstadt und Bregenz gern vor Ort ansehen. Der Online-Anteil im Möbelhandel liegt laut verschiedenen Untersuchungen bei unter zehn Prozent und damit deutlich unter den Werten in anderen Handelsbranchen. Das Möbelhaus ist somit eine der letzten Bastionen des stationären Handels.

Dominiert wird das Geschäft dabei von drei großen Spielern. Marktführer ist die XXX-Lutz-Gruppe mit Sitz im oberösterreichischen Wels, die mit ihrer Kernmarke und den zwei Billigschienen Mömax und Möbelix laut Zahlen der Marktforschungsagentur Kreutzer Fischer & Partner auf 30 Prozent Marktanteil kommt. Danach folgt bereits Kika/Leiner mit einem Anteil von 21,8 Prozent. An dritter Stelle befindet sich die globale Nummer eins: der schwedische Einrichtungsriese Ikea. Die Schweden verbuchen 15,4 Prozent des Marktes in ihren blaugelben Einrichtungshäusern.

 

Übersättigt und stark konzentriert

In Summe entfallen somit rund zwei Drittel des gesamten Marktes auf diese drei Großen. Die hohe Konzentration sei sehr untypisch, heißt es bei den Marktforschern. Anderswo in Europa gebe es nur selten einen Player, der über 20 Prozent des Marktanteils auf sich vereinen kann. Andere Handelsexperten sehen den österreichischen Markt darüber hinaus als übersättigt an.

Umgesetzt werden mit Möbeln insgesamt rund fünf Milliarden Euro pro Jahr. Dieser Wert ist in den vergangenen Jahren auch weitgehend konstant geblieben. Allerdings gibt es im Onlinehandel – wenn auch von niedrigem Niveau aus – stetige Zuwächse. Das klassische Möbelhaus kommt daher zunehmend unter Druck. (red./APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.06.2018)

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