BMW und chinesischer Autobauer gründen Joint Venture für E-Mini

Der deutsche Autobauer schließt sich mit Great Wall für den Bau von E-Autos zusammen. Das Werk soll nördlich von Shanghai entstehen.

BMW wird neuen Elektro-Mini in China bauen.
BMW wird neuen Elektro-Mini in China bauen.
BMW wird neuen Elektro-Mini in China bauen. – (c) an.niedermeyer

BMW und der chinesische Autobauer Great Wall haben ihr Gemeinschaftsunternehmen für den Bau des neuen Elektro-Mini in China besiegelt. Die Münchener unterzeichneten am Dienstag eine entsprechende Vereinbarung mit Great Wall Motor, wie BMW in München mitteilte.

Die Gründung des Joint Ventures stehe noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigung. Angesiedelt werden soll es in der Provinz Jiangsu nördlich von Shanghai. Das neue Unternehmen soll auch für Great Wall elektrische Fahrzeuge herstellen.

BMW hatte bereits im Februar mit Great Wall die Absicht bekundet, den vollelektrischen Mini zusammen auch in China bauen zu wollen. Bisher werden Minis nur in England und beim Auftragsfertiger Nedcar in den Niederlanden gefertigt. 2019 soll der erste rein batteriegetriebene Mini im britischen Stammwerk in Oxford vom Band laufen.

China ist auch für die Kleinwagenmarke von BMW ein bedeutender Markt, vor allem aber gilt China wegen Zulassungsbeschränkungen für Verbrennungsmotoren als der Leitmarkt für Elektromobilität. Ab 2019 müssen Hersteller im Land zudem bestimmte Quoten für den Anteil elektrischer Antriebe erfüllen, was dem Markt für Elektroautos zusätzlichen Schub geben dürfte.

BMW prüft Projekte mit Baidu-Konzern

Zudem prüfen die Münchner mit dem chinesischen Technologie-Konzern Baidu - dem Betreiber der größten Internetsuchmaschine im Land - für fortgeschrittene Fahrerassistenzsysteme. BMW werde auch Mitglied im Vorstand von Baidus offener Technologieplattform Apollo, teilte BMW am Dienstag in München mit.

Angestrebt würden weltweit einheitliche Technologiestandards, um regionale Unterschiede bei Umsetzungstempo und Regularien zu beseitigen, sagte Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. In China droht wegen der Zuständigkeiten von Regional- und Zentralregierungen oft ein Flickenteppich von Regeln.

BMW entwickelt in einer eigenen Plattform mit dem US-Tech-Konzern Intel, dessen Tochter Mobileye und mit diversen Zulieferern als Partner Technik für das autonome Fahren. Gemeinsame Projekte mit Baidu könnte es unter anderem in der Datenanalyse und Sprachsteuerung geben.

(APA/dpa)

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