Kartelle, in die die voestalpine verstrickt war

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Edelstahlkartell

Am Donnerstag wurde bekannt, dass im Edelstahlkartell Bußgelder in Höhe von rund 205 Mio. Euro verhängt wurden. Für die Voest, die als Kronzeuge straffrei ausgeht, ist der Fall zwar weitgehend abgeschlossen. Startpunkt waren Hausdurchsuchungen am 26. November 2015. Offen ist das Verfahren allerdings noch, da die deutschen Behörden erst mit sechs Unternehmen eine Einigung erzielt haben, gegen vier weitere wird noch ermittelt.

(c) imago/Westend61 (imago stock&people)
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Grobblechkartell

Das deutsche Kartellamt ermittelt gegen Stahlproduzenten wegen kartellrechtswidriger Absprachen und hat am 12. September 2017 auch in den Geschäftsräumen der voestalpine in Linz eine Razzia vorgenommen. Bisher hat die Behörde noch keine weiteren Details veröffentlicht.

(c) imago stock&people (imago stock&people)
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Schienenkartell

In diesem abgeschlossenen Fall ging es um illegale Preisabsprachen von mehreren Unternehmen im Schienen- und Bahnoberbaumaterialbereich am deutschen Markt. Die voestalpine stellte sich bei der Aufdeckung und Aufarbeitung des Kartells als Kronzeuge zur Verfügung. Die Gesamtsumme der Strafgelder betrug 14,9 Mio. Euro - 8,5 Mio. Euro wegen Kartellvergehen gegen die Deutsche Bahn, 6,4 Mio. Euro wegen Vergehen gegen Privatbahnen

(c) Imago
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Spannstahlkartell

Am 30. Juni 2010 verhängte die Europäische Kommission gegen 17 Spannstahlhersteller wegen des Verstoßes gegen EU-Kartellrecht ein Bußgeld in Höhe von insgesamt 518,5 Mio. Euro. Der Vorwurf lautete, die beteiligten Unternehmen, darunter auch die voestalpine, hätten 18 Jahre lang (1984 bis 2002) europaweit einzelne Lieferquoten und Preise festgesetzt, Abnehmer untereinander aufgeteilt und sensible Geschäftsinformationen ausgetauscht.

(c) voestalpine
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Autokartell

Mit Beschluss vom 10. Dezember 2014 hat das deutsche Bundeskartellamt die Ermittlungen gegen die voestalpine Deutschland GmbH wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Absprachen im Bereich von Stahllieferungen an die deutsche Autoindustrie eingestellt. Am 28. Februar 2013 hatten die Kartellwächter Hausdurchsuchungen unter anderem bei der voestalpine Deutschland GmbH durchgeführt.

(c) voestalpine
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