Drei Firmen an serbischer Kupfermine RTB interessiert

Die serbische Regierung sucht - wieder einmal - einen Käufer für die staatliche Kupfermine in Bor.

Drei Firmen aus Kanada, China und Russland sind an einer strategische Partnerschaft mit dem serbischen staatlichen Kupferproduzenten RTB in Bor interessiert. Dies berichteten am Dienstag Belgrader Medien, nachdem am Montag die Frist für die Abgabe von Offerten abgelaufen ist.

Aus der Regierung wurden die Namen der interessierten Firmen zuerst nicht mitgeteilt. Aus informierten Kreisen hieß es, dass sich unter den interessierten Unternehmen auch die chinesische Gruppe Zijin Mining befindet. Der potenzielle Partner soll entsprechend der Ausschreibung mindestens 350 Millionen Dollar (306 Millionen Euro) in den Betrieb mit rund 5.000 Mitarbeitern investieren.

Das staatliche Unternehmen, das seit Jahren als Sorgenkind der Regierung gilt, hat einen Anteil von 0,8 Prozent am Bruttoinlandsprodukt Serbiens. Der strategische Partner soll nach früheren Aussage der Ministerpräsidentin Ana Brnabic dazu beitragen, den BIP-Anteil von RTB um ein Prozentpunkt zu erhöhen. Die Schulden von RTB waren zuletzt mit 500 Millionen Euro beziffert worden.

Serbiens Regierung war bereits vor gut elf Jahren bemüht, einen Käufer für RTB zu finden. Damals hatte die A-Tec des österreichischen Industriellen Mirko Kovats den Zuschlag erhalten. Der Deal war im April 2008 allerdings geplatzt. A-Tec musste im Herbst 2010 Insolvenz anmelden und wurde zerschlagen.

(APA)

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