Wiener Privatbank erwartet slowakischen Eigentümer noch heuer

Unter neuem Eigentümer, der slowakischen Investmentgruppe Arca Capital,, will sich die Wiener Privatbank auf Zentral- und Osteuropa fokussieren.

"Noch im Herbst 2018" soll die slowakische Investmentgruppe Arca Capital die Mehrheit an der börsennotierten Wiener Privatbank von den bisherigen Mehrheitseigentümern Günter Kerbler und Johann Kowar übernehmen, hießt es in einer Aussendung des Finanzinstituts heute, Dienstag. Im April hatte es von der FMA noch Bedenken gegeben.

"Mit dieser Transaktion wird die Wiener Privatbank zukünftig eine zentrale Position in der Arca Capital Gruppe einnehmen", schreibt Vorstand Helmut Hardt in der Aussendung. Durch den Einstieg der Arca "wollen (wir) unser Entwicklungspotenzial in Zentral- und Osteuropa deutlich steigern" so Vorstand Eduard Berger. Unter dem neuen Eigentümer soll es eine Fokussierung auf Zentral- und Osteuropa geben.

Das Geschäft 2018 werde "solide" verlaufen, so die Erwartung der Bank. Am Wiener Markt für Immobilien-Investments sei eine "unverändert stabile Nachfrage" zu erwarten. "Im Private Banking konzentriert sich die Wiener Privatbank auf die Stärkung des heimischen, des CEE und CIS-Marktes (ehemalige Sowjetunion) und bereitet sich ebenso auf den Markteintritt in Tschechien und der Slowakei vor", heißt es in der Aussendung.

Die Wiener Privatbank hat im Vorjahr ihr Geschäft stark umgebaut und unter anderem die Beteiligung an der ViennaEstate Immobilien AG, die Wiener Privatbank Immobilienverwaltung GmbH sowie Hotelbeteiligungsgesellschaften verkauft. Die Trennung von Bank- und Immobiliengeschäft sei abgeschlossen. Dafür sei aber der Gewinn im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zur Vorjahresperiode von 3,5 Millionen Euro auf nur mehr 0,74 Millionen Euro zurückgegangen, schreibt die Bank. Das Ergebnis je Aktie sank von 0,70 Euro auf 0,15 Euro. Das Eigenkapital ohne Minderheiten fiel von 58,7 Millionen  Euro Ende 2017 auf 43,58 Millionen Euro Ende Juni 2018.

(APA)

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