7000 Voestler arbeiten künftig für "Railway Systems"

Schienen, Weichen und digitale Überwachungssysteme werden innerhalb der "Metal Engineering Division" zusammengefasst. Im neuen Geschäftsbereich der Voestalpine sind rund 7000 Mitarbeiter tätig.

PEROUTKA Guenther / WB

Der Stahl- und Technologiekonzern voestalpine strukturiert die Unternehmensdivision "Metal Engineering" um: die Aktivitäten der Bereiche Schienen, Weichen, Befestigungen, Bahnschwellen und digitale Überwachungssysteme werden im neuen Geschäftsbereich "Railway Systems" organisatorisch zusammengezogen. Divisionschef bleibt Franz Kainersdorfer, wie Konzernsprecher Peter Felsbach zur APA sagte.

Im Bereich Bahninfrastruktursysteme beschäftigt der Konzern rund 7.000 Mitarbeiter an weltweit 70 Standorten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 erzielte die voestalpine mit ihren Bahnaktivitäten laut Eigenangaben einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro. Der globale Trend zur Urbanisierung sowie der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ließen ein durchschnittliches Wachstum von annähernd drei Prozent jährlich erwarten, teilte der Konzern am Mittwoch in einer Aussendung mit. Mittelfristig sollen die Erlöse in diesem Bereich auf zwei Milliarden Euro anziehen, so die Erwartung.

Die voestalpine liefert ultralange Schienen (120 Meter), die in Leoben-Donawitz erzeugt werden, Spezialweichen für Fahrtgeschwindigkeiten bis zu 380 km/h bzw. Achslasten über 40 Tonnen, die sie mit bis zu 40 Sensoren verbaut. Diese erfassen die Funktionsfähigkeit der Weiche und bei voller Geschwindigkeit die Temperatur der Waggonachsen. "Durch intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie gezielte Akquisitionen haben wir in den letzten Jahren ein umfassendes Know-how in der Monitoring- und Signaltechnologie aufgebaut", berichtete voestalpine-Vorstand Kainersdorfer.

Auf Basis der Sensor- und Softwaretechnik sollen Gefahren frühzeitig erkannt und für einen störungsfreien und sicheren Zugverkehr gesorgt werden. "Der Wertanteil des Werkstoffes Stahl liegt bei derartigen Gesamtlösungen heute bei unter fünf Prozent", strich CEO Wolfgang Eder den Technologiefokus des Stahlkonzerns hervor.

Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) im Bahngeschäft liege im Schnitt der vergangenen Jahre bei 8 bis 11, 12 Prozent. Das Geschäft unterliege jedoch Schwankungen, sagte Eder Dienstagabend vor Journalisten in Düsseldorf. Die voestalpine habe im vergangenen Geschäftsjahr wegen schwächerer Investitionen in Europa eine Marge am unteren Ende, "eher bei den 8 Prozent", erzielt. Jetzt sei der Konzern auf dem Weg "in Richtung 10 Prozent".

(APA)

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