Konsumforscher Nielsen könnte zerlegt oder komplett verkauft werden

Der mit fast neun Milliarden Dollar verschuldete US-Konsumforscher Nielsen überprüft seine Strategie.

Bei dem US-Konsumforscher Nielsen Holdings steht neben der möglichen Trennung von Geschäftsbereichen mittlerweile auch ein Komplettverkauf im Raum. Die momentan laufende strategische Überprüfung sei um mehrere Optionen erweitert worden, teilte die Firma am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters mit. Möglich sei das Weiterbestehen als unabhängiges Unternehmen, die Trennung von Geschäftsteilen wie der Datenerhebung von Kunden oder der Ermittlung von TV-Quoten sowie einen kompletten Unternehmensverkauf. Noch sei aber keine Entscheidung für das ein oder andere absehbar.

Eine treibende Kraft hinter den Überlegungen ist offenbar der aktivistische Investor Elliott, der 5,1 Prozent an Nielsen hält. Elliott wollte dazu keine Stellungnahme abgeben.

Nielsen hatte nach mehreren Quartalen mit enttäuschenden Geschäftszahlen in Folge eine Überprüfung der Strategie angekündigt. Das Unternehmen trägt eine hohe Schuldenlast, seit der durch Fremdkapital finanzierten Übernahme durch sechs Finanzinvestoren im Jahr 2006. Seit 2011 ist Nielsen börsennotiert. Die Marktkapitalisierung liegt momentan bei rund 9,4 Milliarden Dollar bei einer Gesamtverschuldung von 8,6 Milliarden Dollar. 

(Reuters)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Konsumforscher Nielsen könnte zerlegt oder komplett verkauft werden

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.