Was muss der Arbeitsplatz der Zukunft alles können?

Der Arbeitsplatz der Zukunft wird den Schreibtisch nicht mehr als zentrales Element ansehen. Wohin geht die Reise für Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

„Effizientere Arbeit, Beschleunigung von Arbeitsprozessen, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, mehr Raum für Kreativität, gesteigerte Flexibilität des Arbeitnehmers und Vertrauen des Arbeitgebers. Beim Arbeitsplatz der Zukunft geht es weniger um ‚Dienst nach Vorschrift und Zeit im Büro abzusitzen‘. Vielmehr geht es auch darum, je nach Workload angefallene Arbeit individuell bewältigen zu können“, beschreibt Sima Shamsai ihre Vorstellung vom Arbeitsplatz der Zukunft. Shamsai weiß, wovon sie spricht. Sie ist seit elf Jahren Sales-Verantwortliche im Technologiekonzern Cisco Collaboration, einem Unternehmen das auf die Vernetzung von Mensch und Technologie spezialisiert ist.

Diese Vernetzung gepaart mit dem immer größer werdenden Verlangen nach Individualität ist es auch, was den Arbeitsplatz der Zukunft prägen wird. Er muss die von Shamsai gestellten Forderungen nach Raum für Kreativität und Flexibilität gleichermaßen bedienen können.

Die Gestaltung von morgen

Das beginnt bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes von morgen. Das Einbinden der Mitarbeiter wird in diesem Bereich immer wichtiger. Ein Unternehmen muss es schaffen, die Mitarbeiter in solchen Fragen mitzunehmen und so einen gemeinsamen Weg zu vermitteln, was Arbeitgeber und Arbeitnehmer am Arbeitsplatz wichtig ist. In Zukunft wird das so genannte Culturing – das vermitteln der gelebten Unternehmenskultur – so zu einem wichtigen Faktor der Identifikation mit dem Unternehmen.

Bindet man die Mitarbeiter ein, steht automatisch das Wohlbefinden der Arbeitnehmer im Mittelpunkt – ein zentraler Punkt beim Arbeitsort von morgen. In Sachen Gestaltung werden offene Strukturen dominieren, daher ist es wichtig bei der Gestaltung gemeinsame Räume zu schaffen. Etwa Fokusräume, sich den Gegebenheiten anpassende Kommunikationsräume zum kreativen Austausch, aber auch die bewusste Einbindung von Rückzugsräumen, um abschalten zu können und es so möglich zu machen, im einen Moment Ablenkung eindämmen zu können und im nächsten Moment wieder dafür zugänglich zu sein, wenn es Arbeitsprozesse verlangen. 

Die Anforderungen an einen modernen Arbeitsplatz

Das alles ist untrennbar mit der Einrichtung des Arbeitsplatzes der Zukunft verbunden. Der klassische Schreibtisch hat ausgedient. Welche Anforderungen werden an moderne Arbeitsplätze gestellt? Er muss dem steigenden Gesundheitsbewusstsein der Mitarbeiter mit smarten Lösungen gerecht werden. Etwa durch Teppichböden, die die Luft filtern können, Licht-Installationen, die sich dem natürlichen Licht anpassen oder durch Oberflächen, die die Akustik in einen Raum eindämmen können. Zum Einsatz kommt auch flexibel nutzbare Büroarchitektur, die es den Mitarbeitern möglich macht, sich am Arbeitsplatz mehr zu bewegen und zwischen Sitz- und Stehposition wechseln können und via App oder Notebook steuerbar sind.

57 Prozent der Befragten des Leesmann Index 2017 (führend im Bereich der Arbeitsplatzeffektivität) gaben an, dass sie an ihrem Arbeitsplatz produktiv sein können. Ein Wert, der sich mit intelligenten und flexiblen Lösungen für den Arbeitsplatz der Zukunft wohl deutlich erhöhen lässt.

Trend Guide „Zukunft Arbeitswelten“

Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus? Welche Anforderungen bringt die Arbeitswelt von morgen mit sich? Diese und weitere Fragen zur modernen Arbeitswelt haben wir - in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsinstitut - in unserem Trendguide analysiert.

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