Anmietung neuer Büroflächen: Kosten pro Quadratmeter oder pro Mitarbeiter? Was zählt wirklich?

Neue Arbeitsformen ändern die Anforderungen an Büroflächen. Daher wird auch ein anderer Zugang bei der Evaluierung der Bürokosten verfolgt.

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Vor allem durch den unaufhaltbaren Prozess der digitalen Vernetzung hat sich die Art zu Arbeiten drastisch verändert. Es geht immer weniger um das Abwickeln bestimmter Aufgaben, sondern darum, neue Zusammenhänge sowie Denk- und Arbeitsprozesse zu entwickeln. Daraus entstehen neue Anforderungen an Büroflächen, denen alte Konzepte nicht gerecht werden können.

Was konkret Arbeitnehmern heute wichtig ist, zeigt die Studie „Arbeitsweisen im Wandel“ (2016) der österreichischen HMP Beratungs GmbH auf. Demnach ist für 83 Prozent der Befragten zeitliche Flexibilität wichtiger als das Gehalt. Für weitere 73 Prozent ist räumlich flexibles Arbeiten wichtiger als das Einkommen. Ein wichtiger Indikator in der neuen Welt des Arbeitens ist auch das mobile Büro. Für 70 Prozent der Befragten steigt dadurch die Lebensqualität.

Monotone Büros waren gestern 

Monotone, gleichförmige Büros gehören also der Vergangenheit an. Das „Büro der Stunde“, in dem die neuen Arbeitsweisen gelebt werden können, ist das so genannte „Implicit Office“. Dieses wird ganzheitlich gesehen und ist in unterschiedliche Raumzonen aufgeteilt, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Es bietet Zonen zum Konzentrieren, Austauschen, Präsentieren, Relaxen und Lernen. Man kann auch von einer „bunten Bürolandschaft“ sprechen.

Der Trend zur Anmietung von effizienten, auf die Anforderungen der neuen Arbeitswelt zugeschnittenen Arbeitsflächen schlägt sich auch in der Evaluierung der Bürokosten nieder. Während früher die Kosten pro Quadratmeter das ausschlaggebende Argument für die Anmietung neuer Büroflächen waren, rückt seit geraumer Zeit verstärkt die Kennziffer „Kosten pro Arbeitsplatz oder Nutzer“ – sprich die Gesamtkosten, die ein Arbeitsplatz verursacht – in den Mittelpunkt. 

Die Unternehmen wollen heute also nicht nur Flächen anmieten, sondern vollständig bewirtschaftete Arbeitsplätze. In den Kosten pro Arbeitsplatz wird nämlich auch der Preis für infrastrukturelle Dienstleistungen berücksichtigt. Gleichzeitig fließen auch indirekte Kosten, die durch negative Umgebungsbedingungen entstehen, in die Kennzahl ein.

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