"Rechnung keinesfalls zahlen": AK warnt vor Buchhändler "Donauland"

Ein Unternehmen, das laut Arbeiterkammer nichts mit der ehemaligen "Buchgemeinschaft Donauland" zu tun hat, sendet unaufgefordert Bücher. Die AK kündigt eine Klage an.

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(c) imago/photothek

In der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer (AK) haben sich Beschwerden über von "Donauland" unaufgefordert zugesandte Bücher oder CDs gehäuft. Wie die AK am Freitag in einer Aussendung berichtet, werden die Empfänger bei Nichtbezahlung dann mit Mahn- und Inkassoschreiben bedrängt. Die AK klagt "Donauland" und informiert auch darüber, dass Konsumenten unbestellte Ware weder zurückschicken noch aufbewahren müssen.

Bei „Donauland“ handelt es sich laut Arbeiterkammer nicht um die Rechtsnachfolgerin der bekannten, ehemaligen „Buchgemeinschaft Donauland“, von der Bücher zu günstigen Konditionen erworben werden konnten und pro Quartal ein Buch gekauft werden musste. Vielmehr stehe die in Wien ansässige Firma S24D Shop Direct GmbH dahinter, die auch die Internetseite www.donauland.at betreibt.

"Nicht einschüchtern lassen"

"Nicht einschüchtern lassen", lautet der Rat von AK-Konsumentenschützer Robert Panowitz, sowie die "Rechnung für nicht bestellte Ware keinesfalls zahlen."

In den Zusendungen von "Donauland" wird darauf hingewiesen, dass noch keine quartalsweise Bestellung erfolgt sei und daher würde man einen Empfehlungsband bekommen, beschrieb die AK den Ablauf. "Viele Konsumenten waren früher tatsächlich Mitglied in der ehemaligen 'Buchgemeinschaft Donauland'", sagte Panowitz. "Daher meinen sie, dass sie zu einer quartalsweisen Bestellung verpflichtet wären. Das ist aber nicht der Fall. Denn die Mitgliedschaft wurde teils schon vor Jahren gekündigt." Versuchen die Betroffenen aber, die gar nicht bestehende Mitgliedschaft erneut zu kündigen, reagiert das Unternehmen überhaupt nicht oder meint, dass die Kündigung erst viel später wirksam wird. Bis dahin werden munter weiter Empfehlungsbände zugesandt, erläuterte die AK.

"Unzulässige, aggressive Geschäftspraktik"

"Betroffene sollen Rechnungen für nicht bestellte Waren keineswegs zahlen. Hier handelt es sich um eine unzulässige, aggressive Geschäftspraktik. Teilen Sie dem Unternehmen schriftlich und eingeschrieben mit, dass Sie die Ware nicht bestellt haben und die Kaufpreisforderung nicht berechtigt ist", lautet der Rat des Konsumentenschützers. Es bestehe keine Pflicht, quartalsweise zu bestellen oder die vermeintliche Mitgliedschaft zu kündigen. Eine Kündigung wäre nur dann nötig, wenn tatsächlich ein neuer Vertrag abgeschlossen worden wäre.

(APA/Red.)

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