Strom bleibt teuer: Strompreisindex auf Höchststand seit Juli 2015

Laut Energieagentur steigt der Index steigt allerdings im März nur noch geringfügig an. Im Februar fällt der Preisauftrieb noch kräftiger aus.

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Der Strompreis bleibt auf hohem Niveau. – APA/ROLAND SCHLAGER

Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) steigt im März 2018 das sechste Monat in Folge, teilt die Österreichische Energieagentur mit. Der Anstieg hält sich mit 0,4 Prozent allerdings in Grenzen.
Für Februar 2018 wird ein wesentlich stärkerer Anstieg ausgewiesen, und zwar um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat
Jänner. Insgesamt befinde sich der ÖSPI somit auf dem höchsten Stand seit Juli 2015, heißt es in einer Aussendung der Energieagentur.

Auch im Jahresvergleich sind die Veränderungen im März geringer
als im Vormonat. Während der ÖSPI im Februar um 19 Prozent über dem Vorjahresmonat liegt, fällt der Jahresabstand im März mit 17,4 Prozent etwas geringer aus.

Index basiert auf Strompreis-Futures

Der ÖSPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der Notierungen an der Energie-Börse EEX (European Energy Exchange) in Leipzig berechnet. Grundlage dafür sind die Marktpreise für Strompreis-Futures der kommenden vier Quartale. Sie sind gleichzeitig ein Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Strompreises. Neben den Werten für Grundlast, also der regelmäßigen Stromlieferung, werden auch die Werte für Spitzenlast zur Berechnung herangezogen.

Der ÖSPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens verändert. Ausgangsbasis ist der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006.

Nur bedingt aussagekräftig

Der ÖSPI bildet allerdings nur die reine Energiekomponente ab. Darauf entfallen beim Endverbraucher knapp 40 Prozent des Gesamtpreises. Netzgebühren, Steuern und Abgaben machen 60 Prozent aus. Auch weitere Faktoren, die den Strompreis beeinflussen – zum Beispiel die Beschaffungsstrategien der Energieversorger – werden in dem Index nicht berücksichtigt.

Laut der Energieagentur lässt daher ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Strompreises erwarten. Es könne damit auch keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten. (red.)

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