Lyoness strukturiert wieder um - Neuer Name Cashback World

Die Firma Lyoness Austria hat sich umbenannt in mWA myWorld Austria, ihre Plattform nennt sich Cashback World. Sie ist unter anderem "Premiumpartner" des Fußballvereins Rapid.

Die Grazer Einkaufsgemeinschaft Lyoness startet einen neuen Umbau. Nachdem das Unternehmen 2014 - nach Klagen unzufriedener Mitglieder - die Vertriebsschiene ausgelagert und in Lyconet umbenannt hatte, wurde nun die Lyoness Group AG aus dem Firmenbuch gestrichen. Sie heißt jetzt mWS myWorld Solutions AG.

Auch die an derselben Adresse in Graz ansässige Lyoness Austria GmbH gibt es nicht mehr, ihr neuer Name lautet mWA myWorld Austria GmbH.

Auf APA-Anfrage erklärte das von Hubert Freidl gegründete Unternehmen, dass die myWorld Solutions ihr "Know-how verschiedensten internationalen Unternehmen und Organisationen" zur Verfügung stelle. Man biete Lösungen in den Bereichen Produktentwicklung, Projektmanagement, IT, Marketing, PR und Kommunikation sowie Fan- und Kundenbindung. Im Firmenbuch ist als neue Internetadresse https://www.myworld.com hinterlegt.

Beim Eintrag zur neuen mWA myWorld Austria GmbH wird nach wie vor auf https://www.lyoness.com verlinkt - von dieser Seite kommt man allerdings auf eine Plattform namens Cashback World, der Name Lyoness taucht dort nicht mehr auf.

Die Casback World macht dasselbe wie Lyoness zuvor, wie aus der schriftlichen Erklärung der Firma hervorgeht: "Die internationale Shopping Community Cashback World bietet Konsumenten, die beim Einkaufen mit Cashback Card vor Ort sowie beim Online-Shopping ... weltweit Geld sparen möchten, attraktive Einkaufsvorteile (Cashback und Shopping Points)." Cashback World sei derzeit in 47 Ländern vertreten und habe acht Millionen Mitglieder sowie rund 80.000 Partnerunternehmen.

Lyoness hatte in der Vergangenheit immer wieder rechtliche Probleme in mehreren Ländern, insbesondere mit der Vertriebsschiene (das ist nicht die Lyoness- bzw. Cashback-Karte, bei der Kunden nichts einzahlen müssen). Schweizer und österreichische Zivilgerichte haben den Lyoness-Vertrieb wiederholt als Schneeballsystem bezeichnet. Lyoness hat sämtliche Vorwürfe stets zurückgewiesen.

In Österreich ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) weiter gegen Konzerngründer Freidl. Bei dem Verfahren geht es um den Verdacht auf Verletzung der Prospektpflicht bei mehreren Anlagen, wie ein Sprecher der Behörde der APA bestätigte. Freidl wohnt übrigens derzeit in Monaco - so ist es im Firmenbuch eingetragen.

Lyoness ist in Österreich unter anderem als Sportsponsor aufgetreten - Cashback World tut das weiterhin. Das Unternehmen ist zum Beispiel einer der "Premiumpartner" des Fußballvereins Rapid, neben Allianz, Ottakringer und anderen Sponsoren. Die Cashback World ist sogar auf den grün-weißen Trikots präsent, wie auf der Rapid-Homepage erläutert wird. Zum Unternehmen wird dort unter anderem erklärt, dass Cashback World "Unternehmen ein unkompliziertes und innovatives Kundenbindungsprogramm zur Verfügung" stelle, "das es ihnen erlaubt, Teil dieser Einkaufswelt zu werden" (Stand: Februar 2018).

(APA)

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