Carsharing mit reiner Elektroflotte in Wien geplant

Die Flotte der Wiener Carsharing-Anbieter könnte noch heuer wachsen. Caroo will mit 50 Elektroautos starten. Bei der Finanzierung setzt das junge Unternehmen auf Crowdfunding

(c) AFP (TOLGA AKMEN)

Die Flotte der Wiener Carsharing-Anbieter könnte noch heuer wachsen. Die heimische Caroo Mobility GmbH plant, unter dem Markennamen "Caroo" ein sogenanntes Free-Floating-Angebot ausschließlich mit Elektrofahrzeugen auszurollen. Das teilte das Unternehmen am Montag in einer Aussendung mit. Geschäftsgebiet und Fahrzeugpalette sind schon ziemlich fix, bei der Finanzierung setzt man auf Crowdfunding.

Vorerst ist angedacht, mit 50 Autos zu starten, wobei der Fuhrpark sukzessive aufgestockt werden soll. Im Angebot sind drei Modelle unterschiedlicher Größe - konkret E-Fahrzeuge von Renault (Twizy, Zoe und Kangoo). Das Geschäftsgebiet ist in eine innere und äußere Zone unterteilt. Beim Abstellen in letzterer wird eine kleine Gebühr verrechnet, wie ein Sprecher auf APA-Anfrage erläuterte.

Da das Laden eines Stromautos für Nutzer möglicherweise noch ungewohnt ist, übernehmen dies zunächst die Caroo-Mitarbeiter. Sprich: Längere Ausfahrten, die ein Wiederaufladen nötig machen würden, sind vorerst nicht möglich. Erst wenn es ausreichend öffentlich zugängliche Ladesäulen in Wien gibt, soll auch das Selbst-Tanken erlaubt werden.

Im Rahmen eines Crowdinvesting-Verfahrens werden derzeit die Mittel lukriert. Sollte hier die Mindestschwelle von 100.000 Euro nicht erreicht werden, würden die Kreditgeber das Geld zurückerhalten, hieß es. Dann werde man andere Formen der Finanzierung wählen. Das Projekt solle zwar jedenfalls realisiert werden, könne sich dadurch aber verzögern, wurde betont.

Derzeit gibt es in Wien bereits zwei Carsharing-Anbieter, die ohne fixe Standplätze arbeiten. Es sind dies das Daimler-Projekt Car2Go und die BMW-Tochter Drive Now. Im stationären Bereich ist das Unternehmen greenmove mit seinem Stadtauto und die ÖBB (Rail & Drive) aktiv. Auch Carsharing-Elektroautos waren kurzfristig bereits zu haben. Ein nicht mehr aktiver Anbieter stellte E-Gefährte des Typs "Think City" bereit, die jedoch relativ bald wieder aus dem Fuhrpark genommen wurden.

(APA)

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