Greenpeace findet noch immer zu viel Brot im Müll

Interspar, Spar und MPreis sind bei Maßnahmen zur Abfallvermeidung vorn. Merkur führt bei Bio-Brotauswahl.

Auch hochwertiges Brot landet oft im Müll
Auch hochwertiges Brot landet oft im Müll
Auch hochwertiges Brot landet oft im Müll – Die Presse/Clemens Fabry

Jährlich landen in Österreich rund 60.000 Tonnen an Backwaren im Müll. Die Supermärkte Interspar, Spar und MPreis setzen aktuell die besten Maßnahmen, um Brotabfälle zu vermeiden, teilte die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Freitag mit. Sieger bei der Auswahl an Mischbrot in Bio-Qualität ist Merkur, den zweiten Platz teilen sich Billa und MPreis.

"Brot ist kostbar und wird aufwendig produziert", betonte Greenpeace-Konsumentensprecherin Nunu Kaller. Zur Abfallvermeidung müssten alle Supermärkte noch mehr tun. Speziell beim Angebot am Abend brauche es Mut zur Lücke: Der Handel könne den Kunden vermitteln, dass volle Brotregale zum Ladenschluss der Umwelt schaden.

Weitergabe an soziale Einrichtungen

Interspar, Spar und MPreis legen diesbezüglich vor und bieten ihren Kunden Backwaren bereits am selben Tag um 50 Prozent reduziert an. Die Mehrheit der Supermärkte verkauft Brot vom Vortag verbilligt. Zudem wird in den meisten Supermarktfilialen überschüssiges Brot an soziale Einrichtungen weitergegeben.

Doch die Menge an entsorgten Backwaren sei weiterhin zu groß, kritisierte die NGO. Nicht nur im Handel werden Brot und andere Backwaren weggeschmissen, rund die Hälfte dieser Lebensmittelabfälle entsteht im Haushalt. Maßnahmen, wie etwa das Einfrieren von Brotresten oder das Verarbeiten zu Suppeneinlagen helfen, damit Brot nicht im Restmüll landet.

(APA)

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