Bergen-Belsen zeigt Ausstellung über Schwangere im KZ

Schwangerschaft und Geburt im KZ seien ein bisher nur wenig bekannter Aspekt der Geschichte des Holocaust, erklärt die Gedenkstätte Bergen-Belsen.

Die Gedenkstätte Bergen-Belsen zeigt vom kommenden Sonntag an eine Ausstellung über das Schicksal von inhaftierten schwangeren Frauen in Konzentrationslagern. In der Regel wurden sie von den Nazis ermordet, weil sie als nicht "arbeitsfähig" galten. Auch die in den Lagern geborenen Babys wurden getötet.

Dies sei ein bisher nur wenig bekannter Aspekt der Geschichte des Holocaust, teilte die Gedenkstätte in Lohheide (Niedersachsen) am Montag mit. Die Schau mit dem Titel "Sie gaben uns wieder Hoffnung - Schwangerschaft und Geburt im KZ-Außenlager Kaufering I" beleuchtet die Biografien von sieben Jüdinnen, die in einem Außenlager des KZ Dachau ihre Kinder zur Welt brachten. Alle überlebten, weil der im März 1945 erlassene Befehl, sie ins KZ Bergen-Belsen zu überführen, kurz vor Kriegsende nicht mehr umgesetzt wurde.

Die Ausstellung ist bis zum 7. Dezember zu sehen. Zur Eröffnung werden auch zwei Lebensgeschichten von Menschen vorgestellt, die im KZ Bergen-Belsen geboren wurden. In dem Lager in der Lüneburger Heide kamen zwischen 1941 und 1945 mehr als 70.000 Menschen um.

 

(APA/dpa)

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