60 Jahre Sputnik: Ein Piep aus dem Weltraum

Vor 60 Jahren begann das Zeitalter der Weltraumfahrt. Mit einem Satelliten namens Sputnik. Der Winzling wurde ein Phänomen der Populärkultur und verschaffte den Sowjets einen kurzen Augenblick des Triumphs im Kalten Krieg.

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APA/AFP/YURI KADOBNOV

Fast jedes Wochenende zog sich US-Präsident Eisenhower gemeinsam mit Ehefrau Mamie nach Gettysburg, Pennsylvania, zurück, die Tage auf derbukolischen Farm, die er dort besaß, taten ihm gut, er hatte 1955 einen Herzinfarkt gehabt. Auch am Freitag den 4. Oktober 1957 rüstete er sich für Jagd, Golf und Barbecue. Doch die Nachricht, die am Abend eintraf, war seiner Gesundheit nicht zuträglich.

Irgendetwas Aufregendes war in der Sowjetunion passiert, in einer gottverlassenen Gegend östlich des Aral-Sees, in der kasachischen Wüste, wo die Sowjets eine Art Weltraumbahnhof, ein Testgelände für ihre Interkontinentalraketen, gebaut hatten. Zur Irreführung des Westens nannten sie den Ort Baikonur, das war in Wirklichkeit eine Bergbausiedlung, die 320 Kilometer entfernt lag. Doch die amerikanischen Spionageflugzeuge hatten das Gelände längst entdeckt, man machte sich in Washington über die Geheimnistuerei lustig. Den Namen des Chefkonstrukteurs kannte der Rest der Welt allerdings lange nicht, Sergej Pawlowitsch Koroljow warbis 1966 nur als Mister X benannt. Erinnert sehr an die frühen James Bond-Filme aus den Zeiten des Kalten Kriegs.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.10.2017)

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