Heute vor 100 Jahren: Nur nicht reisen - Warnung vor Eisenbahnfahrten

Ludwig Hirschfeld schildert seine unangenehmen Reiseerfahrungen.

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Neue Freie Presse am 17. Februar 1918

Wie begründet und berechtigt diese amtliche Warnung vor Eisenbahnfahrten ist, davon überzeugt man sich am einfachsten, wenn man sich nicht danach richtet und so leichtfertig ist, jetzt auf Reisen zu gehen. Was früher ein drei- bis vierstündiger Katzensprung war, das ist jetzt eine endlose Expedition, ein gefahrvolles und strapazenreiches Abenteuer, eine Fahrt ins Unbestimmte und Ungewisse. Nein, es gibt jetzt wirklich keinen noch so dringenden Reisezweck, der das aufwiegen würde, und selbst wenn es ein irgendwo winkender Kilo Topfen wäre. Oder ist etwa eine Hochzeitsreise ein dringender und vernünftiger Reisezweck? Nur nicht reisen, man riskiert zu viel, man gibt zu viel auf, nur schön hier bleiben. Man muß nicht unbedingt Topfen essen und kann auch auf einer Hochzeitsreise nach Hütteldorf-Hacking furchtbar glücklich werden. (...)

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