Heute vor 150 Jahren: Hundertjähriges Bestehen des kleinen Lotto

Hoffentlich feiert das kleine Lotto nicht ein zweitesmal ein nochmals hundertjähriges Bestehen!

Neue Freie Presse am 18. Dezember 1868

Die Abtheilung des Finanzministeriums, welche sich mit der Gebahrung der kleinen Lotterie beschäftigt, kann gegenwärtig ihr hundertjähriges Bestehen feiern, denn Ende 1768 wurde von der Kaiserin Maria Theresia das Gefälle des “Lotto di Genova” errichtet. Das kleine Lotto selbst war schon im Jahre 1751 eingeführt und zuerst für die Summe von sechstausend Gulden an den Grafen Octavian Cataldi verpachtet worden. Der schnelle und unerwartete Aufschwung, den das Lotteriespiel in Wien und den Provinzen nahm, ließ die Regierung das bisherige Pachtverhältniß aufheben und ein eigenes Lottogefälle errichten. Unter Aufsicht des Staates erhielt das Bankhaus Barara und Comp. nun das Lotto-Privilegium und mußte außer einem ziemlich hohen Pachtzinse auf die persönlich von der Kaiserin angefügte Clausel eingehen, fünf von den auf den neunzig Zahlen vorgemerkten Mädchen, deren Nummern herauskommen würden, vollkommen auszustatten. Dieser Modus währte indessen nicht lange.

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