Heute vor 90 Jahren: Berufstätige Amerikanerinnen reichen Wienerinnen die Hand

Die arbeitende Frau – oft allein zwischen Vorurteilen und Misstrauen – soll Hilfe bekommen.

Neue Freie Presse am 22. August 1929

Zum zweitenmal innerhalb Monatsfrist sind amerikanische arbeitende Frauen nach Wien gekommen, um den im Berufsleben stehenden Wienerinnen die schwesterliche Hand zu reichen. Diesmal sind es nicht Vertreterinnen eines Auserwähltenklubs, denn die große Vereinigung geschäfts- und berufstätiger Frauen Amerikas nimmt nicht wie der Zonta-Klub von jedem Beruf nur eine einzige, sondern jede Frau auf, die von ihrem eigenen Erwerb lebt. Ihre Präsidentin Miß Lena Modesin Phillips, eine vielbeschäftigte Advokatin aus Newyork, die zugleich auch ihre Gründerin ist, hat in zehn Jahren 55.000 Mitglieder in 47 amerikanischen Staaten mit 1000 Zweigstellen gewonnen. Und jetzt dehnt sie ihre Vereinigung über die ganze Welt aus.

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