Heute vor 90 Jahren: Die Erfindung einer automatischen Schaufensterbeleuchtung

Ein Kaufmann kam auf den Gedanken, die Beleuchtung durch Vorübergehende einschalten zu lassen, um Kosten zu sparen.

Neue Freie Presse am 25. April 1929

In Städten mit hohem Strompreis können sich besonders kleinere Ladenbesitzer die Schaufensterbeleuchtung nach Geschäftssperre nicht leisten, wodurch sie auf ein wichtiges Propagandamittel verzichten. Das brachte den Kaufmann Leopold Fantl auf den Gedanken, die Beleuchtung durch Vorübergehende einschalten zu lassen, den er gemeinsam mit Dr.-Ingenieur Robert Pollak-Rudin verwirklichte.

Auf der dem Schaufenster gegenüberliegenden Straßenseite ist eine Lichtquelle angebracht, die ihre Strahlen gegen eine Anzahl im Schaufenster befindlicher Thirringsche Selenzellen wirkt, deren Strom, in zwei Kathodenröhrchen verstärkt, die Schaufensterbeleuchtung dann einschaltet, wenn das Strahlenbündel unterbrochen wird. In dieser einfachen Anordnung würde das Licht einer benachbarten Straßenlaterne, einer Taschenlampe, eines vorüberfahrenden Wagens genügen, um den Schaltvorgang zu stören. Deshalb wird der Lichtstrahl durch eine ständig rotierende Blende unterbrochen und die Schaltung derart angeordnet, daß nur dann eine Wirkung eintritt, wenn dem intermittierenden Lichtstrahl der Weg zur Selenzelle versperrt wird.

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